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Wassereinlagerungen (Ödeme)

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Ödeme (Wassereinlagerungen)

Illustration von Beinödemen bei HerzinsuffizienzWas sind Ödeme und wie machen sie sich bemerkbar?

Als Ödeme bezeichnet man Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, die zu sichtbaren oder tastbaren Schwellungen führen. Besonders häufig treten solche Wassereinlagerungen an den Füßen, Knöcheln und Unterschenkeln auf. Ödeme jedoch auch andere Körperregionen betreffen.

Betroffene bemerken, dass die Schuhe enger sitzen, die Beine sich schwer oder gespannt anfühlen oder die Socken am Abend deutliche Abdrücke hinterlassen. Typisch für bestimmte Formen von Ödemen ist, dass nach Druck mit dem Finger auf die geschwollene Haut eine kleine Delle zurückbleibt. Man spricht dann von einem eindrückbaren Ödem.

Häufig verändern sich die Schwellungen im Tagesverlauf. So können geschwollene Beine nach längerem Stehen oder Sitzen stärker ausgeprägt sein und sich über Nacht wieder zurückbilden. Bei ausgeprägten Wassereinlagerungen kann es zu einer deutlichen Gewichtszunahme kommen, ohne dass sich die Ernährungsgewohnheiten verändert haben.

Ödeme sind zunächst ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung. Sie können unterschiedliche Ursachen haben und sowohl durch Erkrankungen des Herzens als auch durch Veränderungen der Venen, des Lymphsystems oder anderer Organe entstehen.

Wie entstehen Wassereinlagerungen?

Der Blutkreislauf versorgt das Gewebe kontinuierlich mit Sauerstoff und Nährstoffen. Dabei findet in den kleinsten Blutgefäßen, den sogenannten Kapillaren, ein ständiger Austausch von Flüssigkeit zwischen Blut und umliegendem Gewebe statt. Überschüssige Flüssigkeit wird normalerweise über das Lymphsystem abtransportiert und dem Blutkreislauf wieder zugeführt.

Ein Ödem entsteht, wenn mehr Flüssigkeit in das Gewebe gelangt, als über das Lymphsystem abtransportiert werden kann. Dieses Ungleichgewicht kann unterschiedliche Ursachen haben.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Druck innerhalb der Blutgefäße. Steigt dieser an, wird vermehrt Flüssigkeit aus den Kapillaren in das umliegende Gewebe abgegeben. Dies kann beispielsweise bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) der Fall sein. Bei Herzinsuffizienz kommt häufig ein weiterer Mechanismus hinzu: Durch Veränderungen der Durchblutung und die Aktivierung körpereigener Regulationssysteme halten die Nieren vermehrt Salz und Wasser zurück. Das zusätzliche Flüssigkeitsvolumen kann die Wassereinlagerungen weiter verstärken.

Allerdings ist nicht jede Wassereinlagerung Ausdruck einer Herzerkrankung. Auch eine chronische Venenschwäche, ein gestörter Lymphabfluss, Erkrankungen der Nieren oder Leber sowie Medikamente können Ödeme verursachen. Manchmal entstehen leichte Schwellungen auch durch langes Stehen oder Sitzen, insbesondere bei warmen Temperaturen.

Welche Ursache tatsächlich hinter den Wassereinlagerungen steckt, lässt sich häufig erst durch eine gezielte ärztliche Untersuchung feststellen.

Was bedeuten geschwollene Beine und wann sollte ich zum Arzt?

Geschwollene Füße oder Beine sind nicht automatisch ein Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung. Gerade nach langem Stehen, längerem Sitzen oder an heißen Tagen können vorübergehend leichte Wassereinlagerungen auftreten. Bilden sich diese nach Bewegung oder über Nacht wieder zurück, ist dies häufig unbedenklich.

Dennoch sollten neu aufgetretene, anhaltende oder zunehmende Ödeme ärztlich abgeklärt werden. Dabei können insbesondere die Verteilung der Schwellungen und mögliche Begleitbeschwerden wichtige Hinweise auf die Ursache geben.

Treten Wassereinlagerungen an beiden Beinen auf, kommen beispielsweise eine chronische Venenschwäche, eine Herzinsuffizienz, bestimmte Medikamente oder andere Erkrankungen infrage. Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn zusätzlich Luftnot, eine nachlassende körperliche Belastbarkeit oder eine rasche Gewichtszunahme auftreten. Diese Kombination kann auf eine zunehmende Flüssigkeitseinlagerung im Rahmen einer Herzschwäche hinweisen und sollte zeitnah ärztlich untersucht werden.

Eine plötzlich auftretende, einseitige Beinschwellung sollte ebenfalls rasch abgeklärt werden, insbesondere wenn das betroffene Bein zusätzlich schmerzt, gerötet oder überwärmt ist. Dahinter kann unter anderem eine tiefe Venenthrombose stecken. Treten gleichzeitig Luftnot, Brustschmerzen oder Kreislaufprobleme auf, kann eine Lungenembolie vorliegen. In diesem Fall sollte unverzüglich medizinische Hilfe angefordert werden.

Die Behandlung von Ödemen richtet sich immer nach ihrer Ursache. Nicht jede Wassereinlagerung muss mit entwässernden Medikamenten behandelt werden.

Eine ärztliche Untersuchung hilft dabei, die Ursache der Wassereinlagerungen zu erkennen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

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